So rücken Sie Ihr Unternehmen ins rechte Licht

Gastbeitrag von Detlef Korus, Diplom-Journalist und Inhaber der Kommunikationsagentur Korus-Consult

Welche Medien nutzen Sie, um auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen? Wie ändert sich das Kundenverhalten und welche Auswirkungen hat das in Zukunft auf Ihre Kommunikationsstrategie?

Viele klein- und mittelständische Betriebe setzen die klassischen Print-Medien ein, schalten vielleicht einen Radiospot, nutzen Broschüren. Und setzen bei Online-Medien auf eine ansprechende Web-Seite. Dabei wird oft noch übersehen, dass sich das Kundenverhalten gerade grundlegend ändert – weg von den Print-Medien hin zu Online- und Social Media-Kanälen wie die folgende Untersuchung zeigt:

Bedeutung der Kommunikationskanäle

Wer sich nur mit den klassischen Medien auseinandersetzt, verpasst schnell den Anschluss an seine Kunden.  Gehen Sie neue Wege und entwickeln Sie ein neues Verständnis: Zuhören und in den Dialog treten. Hierfür werden in Zukunft die Social-Media-Anwendungen eine führende Rolle spielen.

In Zeiten, in denen jeder seine Meinung über ein Produkt 5.000 Facebook-Kontakten übermitteln kann, wird die Interaktion mit einzelnen Kunden unabdingbar. Zuallererst mit denen, die viele andere beeinflussen können: Wer unter Ihren Zielgruppen äußert sich wo und wie über Themen, Trends, Produkte, Dienstleistungen – auf welchen Kanälen, mit welcher Häufigkeit, welcher Bewertung (positiv oder negativ) und mit welchem Einfluss auf welche bzw. wie viele Andere? Wer ist schon heute mein „Markenbotschafter“ im Netz?

Zehn Schritte helfen Ihnen, um Ihre eigene Social Media Strategie sinnvoll in die meist ohnehin existierende Unternehmenskommunikation zu integrieren:

1. Lernen Sie das Verhalten Ihrer Kunden kennen. Beobachten Sie, was Ihre Zielgruppe bewegt und an welchen Stellen sie aktiv sind. So erkennen Sie, wo und auf welchen Kanälen diese am liebsten informiert werden.

2. Sichern Sie sich rasch den richtigen Profilnamen: Für das Einzelunternehmen meist Vorname und Name. Bei größeren Firmen: Projektbezogen, unterschiedliche Persönlichkeiten, Trendthemen etc.

3. Wer anfängt, muss wissen: Wieder aufhören schadet. Planen Sie von Anfang an Zeit für diese Aktivitäten.

4. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter und erstellen Sie Social Media Richtlinien – „wie verhalte ich mich auf Facebook, Twitter & Co“ sind in der Regel ein Muss

5. Beachten Sie, gerade am Anfang: Weniger Kanäle, die dafür aber häufiger „bespielt werden“ (mindestens zweimal pro Woche), bringen mehr.

6. Verbinden Sie Ihre „Offline“-Markenauftritte mit Ihrem Online-Auftritt. Nutzen Sie Messeauftritte u.ä., um diese auch im Netz zu kommunizieren – verweisen Sie bei allen „Offline-Aktivitäten“ stets auch auf Ihre Profile im Netz – nicht nur auf die eigene Website

7. Geben Sie Ihrem Publikum Raum, mit Ihnen zu interagieren –lassen Sie Ihre Social Media Kanäle auf keinen Fall verwaisen

8. Beantworten Sie Anfragen und Kritik auf Social Media-Auftritten Ihres Unternehmens möglichst zügig, notfalls mit dem kurzen Hinweis, dass Sie sich wieder melden, sobald ein Vorgang geklärt ist. Sonst verbreiten Ihre Kritiker Ihre fehlende Reaktion schnell als zusätzliches „Versagen“.

9. Optimieren Sie die eigenen Unternehmenswebsite: Der „Gefällt-mir“-Button von Facebook, der „Follow-me“-Button von Twitter sowie die „Share-It“-Funktion gehören heute beinahe auf jede Website.

10. Geben Sie Ihrem Unternehmen „ein Gesicht“: Vergessen Sie nie die menschliche Ebene. Bleiben Sie selbst stets verbindlich, werden Sie nicht persönlich, sondern immer um eine Lösung bemüht.

Kurz: Seien Sie nützlich – für Ihr Publikum!

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