Mit warmen Händen schenken – wieso warten bis sie (k)alt sind?

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von StB Andreas Gulde, Gulde Mielke Frey, Geislingen – www.gulde-mielke-frey.de

Als wir einen schwäbischen Unternehmer auf das Thema angesprochen haben, hat dieser gemeint: „Ich kann net mit warma Hend schenka, ich hab immer kalte …“. Dabei hat er schelmisch gelacht, wohlwissend, was der alte Spruch bedeutet. Nämlich, dass man besser als lebender Mensch Dinge verschenkt und sich an der Freude der Beschenkten erfreut, statt erst nach dem Tod das Vermögen zu vererben.

Wie bei allem Tun und Lassen sollte man sich aber auch hier die Frage stellen: Freut sich der Fiskus mit bzw. ist die Freude des Beschenkten nur geteilte und somit nur halbe Freude? Schenkungen werden steuerlich nämlich grundsätzlich gleich behandelt wie Vermögensübergänge beim Tod. Im Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz steht das gleich in § 1 unter den Nummern 1 und 2: „Der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer) unterliegen der Erwerb von Todes wegen UND die Schenkungen unter Lebenden.“ „Mit warmen Händen schenken – wieso warten bis sie (k)alt sind?“ weiterlesen

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Pflege der Eltern wird bei der Erbschaftsteuer endlich belohnt!

StB WP Achim Albert

Kanzlei Rausch + Kollegen, Hösbach – www.rausch-steuerberater.de

Leider heute nichts Ungewöhnliches: Eltern werden krank und/oder pflegebedürftig. Andererseits eine Gelegenheit für die Kinder etwas von der Pflege und Sorge der Eltern aus der Kindheit zurückzugeben.
Im Erbschaftsteuergesetz ist für den Fall der Pflege sogar ein Freibetrag für Pflegeleistungen von 20.000 € vorgesehen.

Grundsätzlich wollte also der Gesetzgeber eine vorherige Pflege des Verstorbenen durchaus berücksichtigen. Kinder, die von einem Elternteil Vermögen geerbt und bei der Erbschaftsteuer
den Abzug dieses Freibetrags beantragt haben, sind damit beim Finanzamt allerdings bisher meist auf Granit gestoßen.
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Was Du geerbt von Deinen (Groß-) Eltern – Steuern sparen über drei Generationen

Bei der Weitergabe von Vermögen wird in vielen Fällen nur die nächste Generation bedacht. Eltern geben ihr Vermögen meist an die eigenen Kinder weiter. Wer nur ein Kind und größeres Vermögen hat, muss in vielen Fällen Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer zahlen. Vergessen wird häufig, dass auch Enkelkinder bei der Übertragung von den Großeltern einen Freibetrag von 200.000 € in Anspruch nehmen können. „Was Du geerbt von Deinen (Groß-) Eltern – Steuern sparen über drei Generationen“ weiterlesen

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Überholte Testamente können kostspielig sein!

Kennen Sie Dora Maar? Nein? Schade. Denn Dora Maar war eine äußerst interessante Persönlichkeit und
Photographin der 40-er und 50-er Jahre in Frankreich. Sie hatte außergewöhnliche künstlerische Fähigkeiten
und war zudem sehr attraktiv – was auch Pablo Picasso zu schätzen wusste und die Dame sogleich zu seiner
Geliebten nahm.

Dora Maar verstarb 1997 im zarten Alter von 90 Jahren und hinterließ weder Kinder noch nähere Verwandte.
Dafür hinterließ sie ein Vermögen von insgesamt 227 Mio. Francs – und ein Testament aus dem Jahr 1958.
Leider waren die darin bedachten Erben längst vor ihr verstorben. Das Testament war folglich nichtig, es erben
in so einem Fall die Angehörigen nach der gesetzlichen Erbfolge. Sind in Frankreich keine Erben bis sechsten
Grades vorhanden, erbt der Staat. „Überholte Testamente können kostspielig sein!“ weiterlesen

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