Kassenführung – Stolperfalle: Kreditkarten- und EC-Umsätze sind keine Bareinnahmen

Ab 01.01.2018 ist eine sogenannte Kassen-Nachschau möglich. Damit wird eine einfache Variante einer unangekündigten Prüfung durch das zuständige Finanzamt zur Prüfung der Betriebseinnahmen ermöglicht. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen eine Registrierkasse oder eine offene Ladenkasse führen, müssen Sie sich darauf einstellen, dass Sie den unangekündigten Besuch eines Prüfers erhalten. „Kassenführung – Stolperfalle: Kreditkarten- und EC-Umsätze sind keine Bareinnahmen“ weiterlesen

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„Her mit der Kasse“ – sagen künftig nicht nur Diebe

Unangekündigte Kassennachschau ab 1.1.2018

Mögen Sie unangekündigte Besuche? Ok, kommt darauf an wer vor der Tür steht…

Was wäre, wenn… ein Amtsträger der Finanzverwaltung vor der Tür Ihres Unternehmens steht, um die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Aufzeichnungen und Buchungen von Kasseneinnahmen und Kassenausgaben durchzuführen und zwar JETZT, SOFORT, unangekündigt, während des normalen Geschäftsbetriebes!

Wie stehen Sie nun zu dem Besuch?! „„Her mit der Kasse“ – sagen künftig nicht nur Diebe“ weiterlesen

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Buchführung war auch schon mal einfacher – die Anforderungen der GoBD an Sie

Nein, GoBD ist keine neue „coole“ TV-Serie. Es geht um die Grundsätze ordnungsmäßiger Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen sowie zum Datenzugriff durch die Finanzbehörden. Schon die Länge des Titels der Vorschrift lässt nichts Gutes ahnen.
Und richtig: es ist nicht ganz so einfach die Buchführung „ordnungsgemäß“ zu machen. Stellt der Betriebsprüfer hier jedoch Mängel fest, kann er Ihre Buchführung nach seiner Auslegung neu „schätzen“. So kommt es insbesondere zu Umsatzhinzuschätzungen von durchaus um die 15 % – manchmal sogar höher. Hohe Steuernachzahlungen sind oft die Folge.

So vermeiden sie negative Auswirkungen: „Buchführung war auch schon mal einfacher – die Anforderungen der GoBD an Sie“ weiterlesen

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Immer diese Erbsenzähler

Der Hinweis auf falsche Rechnungen mag manchmal lästig sein, spart Ihnen aber bares Geld

Ist eine Rechnung nicht ordnungsgemäß gestellt, kann Ihnen das Finanzamt den Vorsteuerabzug verwehren. Aus diesem Grund legen Steuerberater bei der Prüfung besonderen Wert auf die Richtigkeit einer Rechnung. Auch wenn die Fehler auf der Rechnung einem nicht sofort ins Auge springen und die einzelnen Beträge verhältnismäßig gering sind, lohnt es sich die Rechnung korrigieren zu lassen. Denn wie sagt der Volksmund so schön: „Kleinvieh macht auch Mist“. „Immer diese Erbsenzähler“ weiterlesen

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Flankenschutzfahnder – eine neue Geheimwaffe des Finanzamtes ?

StB Manfred Scholtz

von StB Manfred Scholtz, MS Elmshorn StBGmbH www.steuerberater-scholtz.de

Wer kennt die Situation nicht:

Mit viel Mühe und Belegsucharbeiten sind endlich die Steuererklärungen bei Ihrem zuständigen
Finanzamt. Mitunter war auch ein wenig Kreativität und Lust auf Gratwanderung dabei. Und dann…

Es kommen Rückfragen des Finanzamtes zur sogenannten Sachverhaltsaufklärung mit dem Hinweis, der Steuerpflichtige sei verpflichtet bei ungenauen, unklaren oder sogar zweifelhaften Angaben zur Sachverhaltsaufklärung beizutragen. „Flankenschutzfahnder – eine neue Geheimwaffe des Finanzamtes ?“ weiterlesen

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3, 2, 1 – Es war einmal…

3 Märchen, 2 Fabeln und 1 Legende –  hier kommt die Wahrheit ans Licht

Fabel Nr. 2

Der Prüfer-Wolf im Schafspelz – Betriebsprüfer machen Probeeinkäufe

Die armen Prüfer, wenn das wahr wäre. Und in vielen Branchen schlichtweg nicht durchführbar.

Die einzigen, die in den Genuss solcher Testkäufe kommen, sind Gastronomen, um die Kalkulation aus Ein- und Verkauf zu überprüfen.

Die Moral von der Geschichte: Es droht kaum Gefahr!

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Ebay und das liebe Finanzamt!

In unseren Blogbeiträgen am 15.06.2012, 31.07.2012 und 31.08.2012 hatten wir ja schon intensiv das Thema „Ebay und Steuer“ durchleuchtet! Hier nochmals eine kleine Zusammenfassung:

Es geht ja hier um die Frage ob auf Ebay-Verkäufen Steuern gezahlt werden müssen. Der Fiskus prüft heute insbesondere umfangreiche Aktivitäten in Ebay sowie insbesondere die dortige Veräußerung von wertvollen Gegenständen mittels einer eigenen Software. Dadurch kann die Finanzbehörde Art und Umfang der Verkäufe jedes Einzelnen heraus filtern. Sofern es sich hier dann um gewerbliche Einkünfte handelt müssen diese auch in der eigenen Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuererklärung deklariert werden. Wenn ein Verdacht Seites des Finanzamtes besteht wird dieses das Auktionshaus Ebay ersuchen eine detailierte Aufstellung der Verkäufe zu erstellen und den Prüfern zur Verfügung zu stellen. Und dies geschieht auch in der Praxis!

Natürlich ist ein solcher Handel nur steuerlich relevant, wenn er im Rahmen eines Unternehmens erfolgt. Privatverkäufe haben in der Steuererklärung nichts  zu suchen. Dabei gilt vom Grundsatz her:  Wer seinen Keller oder Dachboden entrümpelt zahlt keine Steuern darauf.  Die Unterscheidung zwischen Privat- und Unternehmensverkäufen ist jedoch in der Praxis sehr schwierig. Hier sollte auf jeden Fall der Rat eines Steuerberaters eingeholt werden. Aber Achtung: Sofern ein schon bestehender Unternehmer Verkäufe über die Plattform Ebay tätigt liegen in der Regel steuerpflichtige Einnahmen im Rahmen seines schon bestehenden Unternehmens vor! 

Sofern hier der Fiskus mit ins Spiel kommt:  Der Gewinn wird in der Regel bei Nebenerwerben durch eine Einnahme-Überschussrechnung ermittelt. Also Betriebseinnahmen abzüglich Betriebsausgaben.   Sollte hier ein Verlust entstehen stellt sich das Finanzamt immer die Frage, ob nicht in einem solchen Fall von einer steuerlichen „Liebhaberei“ auszugehen ist. Also nach dem Motto „Hobbyverluste“ werden nicht steuerlich anerkannt.  Bei der Gewerbesteuer gibt es einen Freibetrag von 24.500,00 Euro. Das heißt bei einem Gewinn bis zu dieser Höhe fällt keine Gewerbesteuer an. Ein wichtiges Thema ist auch die Umsatzsteuer bei Ebay-Verkäufen! Hier gibt es ja im Umsatzsteuerrecht die Kleinunternehmergrenze. Diese besagt, dass bis zu einem Vorjahresumsatz von 17.500,00 Euro und einem Planumsatz im aktuellen Kalenderjahr von 50.000,00 Euro keine Umsatzsteuer an das Finanzamt aus den Einnahmen gezahlt werden muss.  Sofern hier eine der beiden Grenzen überschritten wird fällt für das aktuelle Jahr Umsatzsteuer an. Eine Anmerkung hierzu noch am Rande: So dann kann die Differenzbesteuerung in manchen Fällen in Anspruch genommen werden. Hier wird nur die Differenz zwischen dem Verkaufspreis auf der einen Seite und dem Einkaufspreis auf der anderen Seite mit Umsatzsteuer belastet. Also nicht auf die vollen Einnahmen.  Wie so oft gibt es hier aber bestimmte Formalitäten zu beachten.        

Zum Schluss sei nur noch ein wichtiger Hinweis gestatet: Natürlich können steuerrelevante Aktivitäten strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Und hier leitet das Finanzamt auch schnell ein Steuerstrafverfahren ein!

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Wie Sherlock Finanz und Dr. Prüfung im Jahresabschluss nach Ungereimtheiten suchen

Kaum etwas bleibt inzwischen den investigativen Augen der Finanzverwaltung verborgen: Mit verschiedenen Berechnungen werden die eingereichten Jahresabschlüsse oder Einnahmen-Überschuss-Rechnungen verprobt. Tauchen dabei Unstimmigkeiten auf, kann es zu teuren steuerlichen Hinzuschätzungen und strafrechtlichen Konsequenzen kommen.

Wir zeigen Ihnen 5 gängige Prüfungsverfahren und welche Schlüsse daraus gezogen werden. „Wie Sherlock Finanz und Dr. Prüfung im Jahresabschluss nach Ungereimtheiten suchen“ weiterlesen

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Achtung: Keine Vorbereitung auf die Umsatzsteuernachschau!

Seit gut 10 Jahren gibt es die Umsatzsteuernachschau. Bisher wurde von dieser Art der Betriebsprüfung seltener durch das Finanzamt  Gebrauch gemacht. Doch das Blatt wendet sich. Zukünftig wird diese Prüfung neben der eigentlichen Außenprüfung und der Umsatzsteuer-Sonderprüfung durch das Finanzamt verstärkt eingesetzt.

Dieses Instumentarium ist tückischer als die normale Betriebsprüfung. Der Steuerprüfer kündigt sich nicht an sondern steht unangemeldet vor der Tür. Und: Seit diesem Jahr dürfen die Beamten auch die elektronischen Daten einsehen – sprich in den PC hinein schauen!  Zufallsfunde werden dann offensichtlich. Das die Prüfer die Festplatten neuerdings inspizieren dürfen hängt mit den neuen elektronischen Rechnungen zusammen. Da der Prüfer kein Durchsuchungsrecht hat, darf er auch nur diejenigen Unterlagen einsehen die ihm vorgelgt werden.

Eine Vorbereitung auf diese Art von Überprüfung wie bisher ist also nicht mehr möglich.  Und sollten Auffälligkeiten auftauchen, so kann der Finanzbeamte direkt – nach Vorlage einer Prüfungsanordnung – zu einer regulären Sonderprüfung übergeben.

Praxistip: So denken und handeln als ob die Umsatzsteuernachsschau jetzt im Moment beginnen könnte! Nur so ist der Unternehmer vor bösen Überraschungen sicher!!!

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So füllt das Finanzamt heute seine Kasse auf: „Prüfung der Kassenbuchführung“ – Teil 3

Nach dem schon veröffentlichten ersten und zweiten Teil  zum Thema „Prüfung der Kassenführung“ hier nun der dritte und abschließende Gedanke  zu diesem Bereich:

 4.      Sonderfall Überschussrechnung

Eins vorweg: Auch bei einem Einnahme-Überschussrechner ist zu empfehlen eine ordnungsgemäße Kasse in Form eines Kassenbuches bzw. Kassenberichtes zu führen. So entgeht man einem heftigen und meistens teuren Streit mit der Finanzbehörde! „So füllt das Finanzamt heute seine Kasse auf: „Prüfung der Kassenbuchführung“ – Teil 3“ weiterlesen

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