Mit 67 Jahren, da fängt das Leben an – aber können Sie es sich dann leisten?

Bevor Sie diesen Artikel lesen: Lehnen Sie sich ein paar Minuten zurück und projizieren Sie sich in das Jahr, in dem Sie 70 werden. Was haben Sie erreicht? Welche Wünsche konnten Sie sich bereits erfüllen, welche haben Sie noch?  Welchen Lebensstandard haben Sie? Am besten notieren Sie sich diese Gedanken und lesen dann – und zwar wirklich erst dann – weiter.

Und fragen Sie sich jetzt einmal, wie viel Geld Sie monatlich brauchen, um diese Vorstellung zu verwirklichen und vor allem für wie viele Jahre das Geld reichen muss.

Oft wird vergessen, dass sich die Lebenszyklen komplett verändert haben. Wir denken noch in den Dimensionen unserer Grosseltern. Und das kann fatale Folgen haben: wir haben nicht ausreichend vorgesorgt.

Die neuen Lebensabschnitte

Die Zukunftsvorsorge aktiv planen

Das Thema Zukunftsvorsorge wird gern verdrängt und jede Generation hat ihre „guten Gründe“.

Altersstufe Einstellung zur Altersvorsorge Entgangene Vorsorge bei 100,- monatlich sparen*
Der 20-jährige „Bis dahin ist noch so viel Zeit. Ich lebe im Hier und Jetzt und was interessiert mich mein Leben in 45 Jahren“ € 113.071,- 

€ 54.000,- Einzahlung
€ 59.071,- Zinsgewinn

Der 30-jährige „Jetzt geht es erst Mal darum, Familie und Heim aufzubauen. Das Geld wird gebraucht, um die wachsenden Versorgungsansprüche der Familie zu befriedigen.“ € 73.733,- 

€ 42.000,- Einzahlung
€ 31.733,- Zinsgewinn

Beliebtes Argument: Das ist noch soweit weg. Stimmt, genau deshalb lohnt sich die Zukunftsvorsorge besonders.Kleinvieh macht für diese Altersstufen nämlich besonders viel „Mist“.
Der 40-jährige „Ich möchte das Leben endlich genießen können. Endlich sind wir aus dem Gröbsten raus. Da gönnen wir uns mal was statt schon wieder zu sparen.“ € 44.462,- 

€ 30.000,- Einzahlung
€ 14.462,- Zinsgewinn

Der 50-jährige „Oh Gott wie schnell die Zeit vergangen ist. Jetzt brauche ich auch nicht mehr anfangen zu sparen. Das macht das Kraut nicht Fett.“ € 22.681,- 

€ 18.000,- Einzahlung
€ 4.681,- Zinsgewinn

Beliebtes Argument: Im Alter brauche ich nicht so viel.
Stimmt leider nicht.
1. Wer viel Zeit hat, hat auch viel Zeit Geld auszugeben.
2. Durch eine Inflation von nur 2 % brauchen Sie in 20 Jahren (nominal) 51 % mehr als jetzt, in 30 Jahre 85 % mehr und in 40 Jahren schon 125 % mehr um den gleichen Lebensstandard zu wahren.
Der 60-jährige „Ich werde schon über die Runden kommen. Außer dem bin ich noch fit und kann mir nebenher was verdienen. So ganz aufhören mit Arbeiten möchte ich ja gar nicht“ € 6.474,- 

€ 6.000,- Einzahlung
€ 474,- Zinsgewinn

Beliebtes Argument: Wer weiß, ob ich überhaupt so alt werde? Höchstwahrscheinlich Ja. 

Die durchschnittliche Lebenserwartung nimmt stetig zu. Bereits jetzt beträgt die durchschnittliche Restlebenserwartung eines 65 jährigen Mannes 17,33 Jahre. Er wird also im Schnitt 82,33 Jahre alt. Und dieser Wert steigt pro Jahr um ca. 0,25. Wenn Sie also in 20 Jahren in Rente gehen, wird der durchschnittliche Rentner bereits 85 Jahre alt

*Renteneintrittsalter 65 Jahre.  Verzinsung 3%

Unabhängig davon, wie lang es noch dauert, bis Sie Ihren Ruhestand genießen. Es lohnt sich immer, die finanziellen Verhältnisse auf ihre Zukunftsfähigkeit zu überprüfen und praktische Wege zum Aufbau und Erhalt des Vermögens zu entwickeln.

Dabei gibt es für jede Situation und Lebensabschnitt individuell zugeschnittene Möglichkeiten.

Ein Mensch am Anfang seines Berufslebens hat andere Bedürfnisse als ein gestandener Unternehmer, der bereits Werte geschaffen hat.

Die entscheidenden Fragen

  • Wie stehe ich heute finanziell?
  • Wie werden sich mein Vermögen und meine Verpflichtungen in den nächsten Jahren entwickeln?
  • Wie lange muss ich noch arbeiten, um kürzer treten zu können
  • Wie viel muss ich verdienen, um zumindest all meine Verpflichtungen zu erfüllen?
  • Wann sind meine Schulden getilgt?
  • Was passiert im Falle von Krankheit, Berufsunfähigkeit oder Tod?
  • Kann ich mein Vermögen effektiver arbeiten lassen?
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Autor: Thomas Vellante
Datum: Dienstag, 30. September 2014 16:06
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Ein Kommentar

  1. Erwin Hamatschek
    1

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