Beiträge vom Juli, 2013

Schaffe, schaffe Häusle baue – taugt die Immobilie als Geldanlage?

Dienstag, 30. Juli 2013 10:37

Teil 2: welches Objekt passt zu mir?

Sie erinnern sich? Die Kaufmanns hatten sich im letzten Beitrag zu diesem Thema gegen einen Immobilienfonds und für eine Immobilie „in Eigenregie“ entschieden.

Der Steuerberater weiß, welche Fragen er seinen Mandaten stellen muss, damit sie herausfinden, welches Objekt grundsätzlich genau das Richtige für die Kaufmanns ist. [...]

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Thema: Allgemein, Führungskraft | Kommentare deaktiviert | Autor: Angela Hamatschek

Rechtschutzbedürfnis wahren!

Dienstag, 23. Juli 2013 4:06

Tatsächlich sind etwa ein Drittel der in Deutschland erteilten Steuerbescheide falsch! Dies zeigen nicht nur die Statistiken. Nein auch der Praktiker kann „ein Lied davon singen“. Daher ist es  zum Beispiel in der Praxis ein MUSS gegen jeden Einkommensteuerbescheid Einspruch einzulegen.

Folgende Überlegungen stecken dahinter:

  1. Durch den Einspruch wird der gesamte Steuerbescheid in allen Punkten unabhängig von den tatsächlichen Rechtsbehelfspunkten offen gehalten.
  2. Dadurch wird es ermöglicht bei einer für den Steuerbürger späteren günstigen Rechtsentwicklung – sei es durch Änderung der Rechtsprechung als auch Änderung der Finanzamtsmeinung – die Vorteile im Nachhinein noch geltend zu machen.
  3. Sofern bei der Erstellung der Steuererklärung steuermindernde Kosten einfach vergessen wurden können diese noch im Rahmen des Einspruchsverfahrens geltend gemacht werden.

Dies natürlich so lange wie der Einspruch noch offen ist.

Sie sehen also es lohnt sich Einspruch einzulegen.

Im Moment können zum Beispiel für die „Offenhaltung“ der Bescheide durch Einspruch die vor den Finanzgerichten anhängigen Klagen in den Punkten:

  1. Ansatz der zumutbaren Belastung bei der steuerlichen Berücksichtigung von Krankheits- und Pflegekosten als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG verfassungswidrig? Verweis auf die anhängigen Verfahren vor dem Finanzgericht Baden-Württemberg 5 K 2867/11 und 5 K 3498/11 sowie vor dem Sächsischen Finanzgericht 1 K 764/11 und 1 K 781/11.
  2. Bezug nehmend  auf die Frage der Verfassungsmäßigkeit der beschränkten Abziehbarkeit von  Vorsorgeaufwendungen im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG sind entsprechende  Finanzgerichtsverfahren anhängig. Verweis hier auf die  Verfahren vor dem Finanzgericht  Niedersachsen 10 K 100/12 und Finanzgericht Baden-Württemberg 9 K 242/12.

verwendet werden.

Aufgrund der im Einzelnen oben erwähnten Gerichtsverfahren ist dann ein Ruhen des Einspruchs bis zu den Gerichtsentscheidungen zu beantragen.

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Thema: Allgemein, Firma, Führungskraft | Kommentare deaktiviert | Autor: Ruediger Stahl

Aspekte des Ehegattenarbeitsverhältnisses aus steuerrechtlicher Sicht

Freitag, 5. Juli 2013 14:50

Unter dem Ehegattenarbeitsverhältnis versteht man ein Arbeitsverhältnis, bei dem ein Ehepartner Arbeitgeber und der andere Arbeitnehmer ist. Aufgrund dieser Konstellation werden Arbeitsverträge dieser beiden Parteien immer genauestens durch die jeweiligen Finanzbehörden geprüft. Dennoch besteht die Möglichkeit, von Steuervergünstigungen zu profitieren.

© crestock.com

Grundsatzangelegenheiten, die es zu beachten gilt

Damit dieses Arbeitsverhältnis auch steuerrechtlich anerkannt wird, bedarf es in erster Linie einem schriftlichen Arbeitsvertrag, wie er auch zwischen Fremden in Bezug auf ein Arbeitsverhältnis geschlossen wird. Durch diesen Arbeitsvertrag müssen dann vor allem die Tätigkeiten und Arbeitszeiten geregelt sein, so dass der Vertrag einem Vergleich mit einem “normalen” Arbeitsvertrag standhält. Hierzu sind auch bereits Urteile wie beispielsweise das des Finanzgerichts Düsseldorf vom 06.11.2012 (AZ: 9 K 2351/12) einschlägig vorhanden. Die Vergleichsfähigkeit eines Ehegattenarbeitsverhältnisses bestätigt auch der Bundesfinanzhof in seinen Urteilen vom 27.11.1978 und 27.11.1989, in dem er dieses Thema eindeutig behandelt.

Wenn nun der Vertrag inhaltlich soweit klar formuliert ist, wie der Vertrag zwischen zwei fremden Parteien, dann bestehen durchaus steuerliche Vorteile für die Ehepartner. Nur wenn inhaltlich die Tätigkeiten und Arbeitszeiten festgelegt sind und vor allem die Arbeitszeiten eindeutig nachweisbar bzw. durch Dritte überprüfbar sind, kann der Arbeitgeber die Lohnkosten der Ehepartners im Rahmen der Gewinnermittlung als Betriebsausgaben gegenüber dem Finanzamt geltend machen. Das Gehalt kann zwar gem. des Bundesverfassungsgerichts höher liegen als bei einem normalen Angestellten, jedoch sollte es der jeweiligen Tätigkeit des Ehepartners angepasst sein, also in einem direkten Verhältnis zu der Tätigkeit stehen Dem Gehaltsspielraum sind hier also Grenzen aufgesetzt. Die Gehaltszahlungen haben in der gleichen Regelmäßigkeit wie bei Fremden und auch auf ein Konto des Arbeitnehmers oder ein gemeinsames Konto des Ehepaares zu erfolgen. Um den Arbeitsvertrag noch ein wenig zu kräftigen, empfiehlt es sich darüber hinaus, eine Stellenbeschreibung zu fertigen und diese beizufügen.

Ebenfalls ist es äußerst wichtig hierbei, dass die Arbeitszeit des angestellten Ehepartners nicht überwiegend von zu Hause aus zu erfolgen hat, da hier die Kontrolle nicht durchführbar ist. Sollte dies jedoch dennoch so zwischen den Ehepartnern vereinbart sein, so sollte man darauf achten, zumindest Stundenzettel auszufüllen, in denen neben der Arbeitszeit auch die durchgeführten Tätigkeiten aufgelistet werden. Somit kann man eventuell den notwendigen Nachweis erbringen. Sollte das Arbeitsverhältnis durch die Finanzbehörde nicht steuerrechtlich anerkannt werden, so hat der Arbeitgeber keinen Anspruch darauf, die gezahlten Sozialversicherungsbeiträge für den Arbeitnehmer zurück zu fordern. (Hier gibt es noch mehr Information bezüglich der Arbeitszeiten innerhalb eines Ehegattenarbeitsverhältnisses)

Kündigung bei Scheidung

Aufgrund der Lebenssituation, die durch die Scheidung eingetreten ist, kann ein Ehegattenverhältnis aus diesem Grunde gekündigt werden, sofern es nicht dem Kündigungsschutz unterliegt. Jedoch kann das Scheidungsverfahren als wichtiger Grund gewertet werden, so wie das Landesarbeitsgericht Brandeburg die Sache in seinem Urteil vom 09.05.2008 (6 Sa 598/08) wertet.
Im Falle einer Scheidung kann auch wie bei einer Kündigung eines normalen Arbeitsvertrages, eine angemessene Abfindung geleistet werden.

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Thema: Allgemein, Führungskraft | Kommentare deaktiviert | Autor: Angela Hamatschek

3, 2, 1 – Es war einmal…

Donnerstag, 4. Juli 2013 7:54

3 Märchen, 2 Fabeln und 1 Legende –  hier kommt die Wahrheit ans Licht

und eine Legende

Die Legende – 2/3 der Steuerliteratur stammen aus Deutschland

Der inzwischen emeritierte Finanzforscher Albert Rädler hat die Behauptung mit einem einfachen Maßband als Mythos entlarvt. Rädler stieg in die Bibliothek des Amsterdamer International Bureau of Fiscal Documentation (IBFD), eine der umfassendsten Sammlungen von Steuerliteratur weltweit. Dort maß er aus, wie viele der insgesamt 2000 Regalmeter auf Bücher und Zeitschriften entfallen, die sich mit dem deutschen Steuerrecht beschäftigen.

Das Ergebnis: Nur etwa 200 Meter, also zehn Prozent. Eine Auswertung der elektronischen Bestände ergab einen Anteil von knapp 15 Prozent. Ein weiterer Vergleich zeigt ein ähnliches Ergebnis:  Laut einer Studie der Weltbank und der Beratungsfirma PwC, die den Umfang der Unternehmenssteuergesetze in verschiedenen Ländern verglichen hat, passen in Deutschland die Bestimmungen und Paragrafen auf 1700 Seiten – die Vereinigten Staaten dagegen brauchen 5100 Seiten, Japan gar 7200. Deutsche Unternehmen benötigen laut einer weiteren Studie deutlich weniger Zeit als ihre Konkurrenten in Nachbarländern, um zu ermitteln, wie viel Steuern sie zahlen müssen.

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Thema: Allgemein, Augenzwinkern | Kommentare deaktiviert | Autor: Angela Hamatschek

3, 2, 1 – Es war einmal…

Dienstag, 2. Juli 2013 7:53

3 Märchen, 2 Fabeln und 1 Legende –  hier kommt die Wahrheit ans Licht

Fabel Nr. 2

Der Prüfer-Wolf im Schafspelz – Betriebsprüfer machen Probeeinkäufe

Die armen Prüfer, wenn das wahr wäre. Und in vielen Branchen schlichtweg nicht durchführbar.

Die einzigen, die in den Genuss solcher Testkäufe kommen, sind Gastronomen, um die Kalkulation aus Ein- und Verkauf zu überprüfen.

Die Moral von der Geschichte: Es droht kaum Gefahr!

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Thema: Allgemein, Augenzwinkern, Firma | Kommentare deaktiviert | Autor: Angela Hamatschek