Wichtig für GmbH-Gesellschafter: Zahlungsnachweise über die Stammeinlage aufbewahren – aus handelsrechtlicher, steuerrechtlicher sowie insolvenzrechtlicher Sicht

Ein Fall aus der Praxis: Ein Insolvenzverfahren einer in 1986 gegründeten GmbH wurde  im Jahr 2006 mangels Masse abgelehnt. Die Löschung der GmbH erfolgte darauf hin im Handelsregister. In der Steuererklärung 2006 machte die wesentliche beteiligte Gesellschafterin  den Verlust aus ihrer Beteiligung geltend – nämlich insbesondere resultierend aus der verlorenen Stammeinlage. Dieses lehnte das Finanzamt ab, weil sie keine Belege über die Einzahlung  ihrer Einlagen vorlegen konnte. Auch die gegen die negative Einspruchsentscheidung des Finanzamtes eingelegte Klage hatte keinen Erfolg.

Im Revisionsverfahren gab das höchste deutsche Finanzgericht der Klage  der Gesellschafterin schließlich statt. „Wichtig für GmbH-Gesellschafter: Zahlungsnachweise über die Stammeinlage aufbewahren – aus handelsrechtlicher, steuerrechtlicher sowie insolvenzrechtlicher Sicht“ weiterlesen

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Augen auf bei der Rechtsformwahl! Teil 4: Die Aktiengesellschaft (AG) – nur etwas für die ganz Großen?

Die AG ist eine Handelsgesellschaft und unterliegt daher dem HGB – Handelsgesetzbuch und dem Aktiengesetz. Wie die GmbH haftet die AG mit ihrem gesamten Vermögen, das Privatvermögen der Beteiligten (hier: Aktionäre) bleibt geschützt. Aktionäre können natürliche und juristische Personen sowie Personengesellschaften sein. Die Beteiligungsverhältnisse der einzelnen Aktionäre werden nicht im Handelsregister erfasst. „Augen auf bei der Rechtsformwahl! Teil 4: Die Aktiengesellschaft (AG) – nur etwas für die ganz Großen?“ weiterlesen

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Augen auf bei der Rechtsformwahl! Teil 5: die Unternehmergesellschaft – die einfache „Mini GmbH“

Die „richtige“ GmbH“ haben wir im Rahmen unserer Reihe über Gesellschaftsformen schon behandelt und am 31.3. gebloggt.

Aber gerade kleinere Unternehmen, die auf Haftungssicherheit angewiesen sind, können der „großen“ GmbH mit ihren vielen formalen Vorschriften und dem hohen Mindestkapital (50.000 €) nur schwer etwas abgewinnen. „Augen auf bei der Rechtsformwahl! Teil 5: die Unternehmergesellschaft – die einfache „Mini GmbH““ weiterlesen

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Steuern sind ein Gedicht!

§ 1

Ein Mensch hat kaum die Welt erblickt
schon ist er steuerlich verstrickt.
Es tritt § 1 in Kraft,
der absolute Klarheit schafft.
Denn bist Du als Person natürlich
so wirkt sich dieses aus – gebührlich!

 

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Das Finanzamt beteiligt sich: Arbeiten im Wohnzimmer

Ganz Aktuell: Arbeitsplätze in der Wohnungen können – soweit beruflich oder betrieblich genutzt – steuerlich geltend gemacht werden. Und jetzt kommt es: Das gilt auch, wenn sie sich in einem überwiegend privaten genutzten Raum befinden und nicht baulich getrennt sind. So ein neues Urteil des Finanzgerichts Köln. Das Finanzamt hatte einem Selbstständigen die anteilige Anerkennung eines Arbeitsbereiches im häuslichen Wohnzimmer verweigert, der lediglich durch Regale abgetrennt war. Die Finanzbehörde argumentierte, für eine steuerliche Anerkennung müsse ein Arbeitszimmer ausschließlich beruflich genutzt werden und baulich vom privaten sonstigen Beriech abgetrennt sein. Dem widersprachen die Richter und erkannten die anteilige Anerkennung der Kosten an. (Aktenzeichen: 10 K 4126/09)

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