Beitrags-Archiv für die Kategory 'Augenzwinkern'

Der Steuerbescheid – das letzte Geheimnis

Freitag, 4. August 2017 9:10

Krimis sind ja sehr beliebt – ob als Thriller auf den Bestsellerlisten oder als Blockbuster im Kino.

Und die Zahl der Krimiserien im Fernsehen, auf Amazon oder auf Netflix ist mittlerweile nicht mehr wirklich überschaubar – gerne auch im Original geschaut.

Wir lieben also Krimis…

Unser Staat macht aber mal wieder den Spielverderber.

Der Steuerbescheid soll „Bürgerfreundlicher“ werden. Er soll leichter lesbar sein. Und übersichtlicher. Und (Wahnsinn!) Deutsch.

Wo bleibt denn da die Spannung?

Wer möchte denn, dass der Delinquent gleich beim ersten Verhör ein umfassendes Geständnis ablegt?

Bisher hatte ein Steuerbescheid alles, was einen Krimi ausmacht: Eine obskure Behörde. Die Spannung, ob er kommt und wann er kommt. Ob er dann auch stimmt.

Unklare Aussagen, die sich auch oft widersprechen. Drohungen wie „Verspätungszuschläge“ oder „Zwangsgeld“.

Und es brauchte einen Spezialisten, der nicht nur die Sprache (Steurisch!), sondern auch in der Lage war, die Hintergründe, also den Sachverhalt, aufzuklären.

Demnächst steht dann wahrscheinlich „bürgerfreundlich“ nur noch da:

Teilen Sie uns bitte die Zahlungseingänge auf Ihrem Konto mit und überweisen Sie 70% an uns. Ich danke Ihnen, dass Sie an der Erreichung der schwarzen Null mitwirken, damit ich ruhigem Gewissens mein Bundesverdienstkreuz am Bande tragen kann.

Herzlichst Ihr Finanzminister

Wie langweilig ;-)

 

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Thema: Allgemein, Augenzwinkern | Kommentare deaktiviert | Autor: Angela Hamatschek

Das neuste aus der Steuer-Gerüchte-Küche

Montag, 8. Mai 2017 11:16

Immer wieder lesen oder hören wir von neuen Steuerplänen der Regierung oder der Parteien. Da geht es nicht nur um die Änderung (meist Erhöhung) der Steuern, die wir schon kennen. Der Staat ist auch immer wieder auf der Suche nach ganz neuen Einnahmequellen. Da das mit der PKW-Maut jetzt zwar erst mal durch ist, die Aussichten auf einen Überschuss nach Abzug der Einrichtungs- und Verwaltungskosten eher zweifelhaft sind…

Hier die neuesten Ideen:

  1. 1. Die Katzensteuer – unser Favorit [...]
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Glossarium Tributum – Steuerrecht für Anfänger

Freitag, 30. Oktober 2015 8:22

Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen…“ So steht es in der Abgabenordnung (AO)– quasi dem Grundgesetz der Steuern. Auf Deutsch: Durch die Zahlung von Steuern erhalten Sie keinen Anspruch auf eine individuelle Dienstleistung. So weit so gut – natürlich kommen wir in den Genuss aller staatlichen Dienstleistungen wie der Landesverteidigung oder der Bildungspolitik (ja, ich weiß, Genuss ist sehr definitionsbedürftig – ein ander mal ;-) ).

Und da wir eine soziale Nation sind, genießt auch derjenige die Vorteile, der gerade nicht selbst in der Lage ist Steuern zu zahlen – zu Recht wie wir finden. [...]

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SgT – kurz, hurz, schnurz?

Dienstag, 23. Dezember 2014 8:11

Früher kannten wir Abkürzungen nur aus Anzeigentexten: jg., led., 1,67, schlk. sucht Ihn, HHH, HSA,  … oder: VW Käfer, 1. Hd, ATM, …

Da ging es um die Anzeigenkosten.

Heute grassiert der AKüFi (Abkürzungsfimmel) überall – besonders in der „virtuellen“ Welt des Internet und seiner sozialen Medien. Auf Facebook, Twitter und Whats App hat sich eine ganz eigene Sprache heraus gebildet – oder verstehen Sie was Ihre Kinder da schreiben, wenn da am Ende der Nachricht „CUL8R IRL“ oder „TGIF“ steht? [...]

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Finanzamt lässt Feste nicht fallen, sondern ausfallen

Freitag, 3. Oktober 2014 8:33

„Man soll Feste feiern wie sie fallen“ – nach diesem quasi ehernen Deutsche Grundsatz haben wir alle schon viel Spaß gehabt.

Auch die Richter des BFH – unserem oberster Gerichtshof in Steuersachen – haben wohl so manche Betriebsfeier mit den netten Mädels und Jungs von der Gerichtspolizei in Erinnerung.

Anders ist es kaum zu erklären, dass sie kürzlich den Abzug für die Kosten von betrieblichen Feiern deutlich vereinfachen und erhöhen wollten. [...]

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Das Runde muss ins Eckige – Fußball und Steuern

Freitag, 4. Juli 2014 8:06

Nein, dass wird nicht der 1.346 zigste Artikel über Ulli Hoeneß.

Dessen Steuer-Zockerei hat aber auch so gar nichts mit Fußball zu tun – er hätte ja auch genau so gut Wurstfabrikant sein können;-))

Der Fiskus freut sich einfach auf die WM! Schließlich kurbelt dieses Ereignis selbst wenn es weit, weit weg in Brasilien statt findet den Konsum mächtig an – und damit fließen die Steuereinnahmen. Die Millionen, die der Staat durch Fördergelder für Imagepflege des Deutschen Fußballs in aller Welt und Baumaßnahmen der „Fußball-Infrastruktur“ ausgibt, müssen sich schließlich rechnen. Dazu kommen ja die noch die Kosten für Polizei und Müllabfuhr…

Also freut sich unser Finanzminister schon jetzt auf die Umsatzsteuer aus den vielen Flachbildfernsehern, den Pay-TV-Abos, dem „Grillgut“ (auch wenn es hier nur 7 % USt sind – die Masse macht´s) und den Getränken. Allen voran der „Caipi“, das Nationalgetränk Brasiliens. Es gibt ja derzeit kau etwas zu kaufen, das nichts mit der WM zu tun hat – bis hin zu den WM-Brötchen – nein keine Abkürzung von wenig Masse…

Aber das ist nicht die einzige Verbindung von Fußball und Steuern. Das Runde muss auch bei den Steuern ins Eckige, sprich: Der runde Euro muss ins eckige Finanzamt!

Und was brauchen Sie deswegen? Genau: Einen guten Torwart! Sprich: Ihren Steuerberater!

Wir lassen nämlich auch nur den „unhaltbaren“ Euro durchs „Finanzamts-Tor“.

Der Unterschied zum Fußball ist aber auch ganz klar: Beim Finanzamt brauchen wir keine aufwändige Torlinientechnik – wir merken es sofort am Kontostand wenn der Euro „drin“ ist ;-) )

Wir wünschen Ihnen eine tolle Zeit und unseren „Jungs“ viel Erfolg!!!

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Thema: Allgemein, Augenzwinkern | Kommentare deaktiviert | Autor: Angela Hamatschek

Skandal – nicht nur im Sperrbezirk

Dienstag, 1. April 2014 12:44

Ostern ist ja nicht mehr weit.

Und schon droht der nächste Skandal: Aus gut unterrichteten Kreisen gibt es Hinweise, dass der Osterhase bei der Vergabe der Eier bestechlich sein soll.

Nicht nur, dass der Hase dadurch frühere Konkurrenten aus dem Feld geschlagen hat – in der Schweiz war der Kuckuck zuständig, in Westfalen gab es den Osterfuchs, in Thüringen war es der Storch und in Böhmen der Hahn. [...]

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Glossarium Tributum

Freitag, 18. Oktober 2013 8:30

E-Bilanz – und ewig rauscht der Blätterwald

Seit Jahren kommt sie: die „E-Bilanz“. „E“ ist ja in: Alles elektronisch…

Kurz: Die Daten der Bilanz eines Unternehmens müssen jetzt auf elektronischem Wege beim Finanzamt eingereicht werden. Der Vorteil für´s Finanzamt: alle Daten sofort in der Datenbank; damit auch die Möglichkeit, die Daten nach belieben „auszuwerten“, sprich: zu überprüfen, ob sich nicht noch was raus holen lässt – für den Fiskus natürlich!

Ein weiterer Schritt zum gläsernen Bürger? Sicher! Datenschutz? Sicher!! Sagt zumindest der Fiskus – ob das die NSA genau so sieht?

Denn James Bond ist längst entzaubert, der Spion von heute hängt nicht an Bars mit netten Mädels und dem Martini ab sondern sitzt im Computerraum…

Aber zurück zur E-Bilanz: Die Daten müssen elektronisch eingereicht werden. OK. Einer unserer Kollegen hat mal einen Selbstversuch gestartet.

Ergebnis: Die Daten wurden im Rechenzentrum der Finanzverwaltung ausgedruckt, per Boten an das zuständige Finanzamt geschickt und dort wieder eingetippt. Weil das nämlich technisch alles noch gar nicht funktioniert.

Wenn Sie also in nächster Zeit vermehrt Boten im frischen orange/ grünen Dress der Finanzverwaltung sehen – die neue Jockey-Uniform soll von Hugo-Boss entworfen werden -, sind elektronische Daten auf dem Weg!

Wir hätten da noch einen Vorschlag: Statt Auto und Fahrrad könnte man doch wieder Pferde einsetzen – das hilft den Pferden und der Lasagne ;-) )

 

 

Ave – sei gegrüßt

 

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Thema: Augenzwinkern | Kommentare deaktiviert | Autor: Cordula Schneider

3, 2, 1 – Es war einmal…

Donnerstag, 4. Juli 2013 7:54

3 Märchen, 2 Fabeln und 1 Legende –  hier kommt die Wahrheit ans Licht

und eine Legende

Die Legende – 2/3 der Steuerliteratur stammen aus Deutschland

Der inzwischen emeritierte Finanzforscher Albert Rädler hat die Behauptung mit einem einfachen Maßband als Mythos entlarvt. Rädler stieg in die Bibliothek des Amsterdamer International Bureau of Fiscal Documentation (IBFD), eine der umfassendsten Sammlungen von Steuerliteratur weltweit. Dort maß er aus, wie viele der insgesamt 2000 Regalmeter auf Bücher und Zeitschriften entfallen, die sich mit dem deutschen Steuerrecht beschäftigen.

Das Ergebnis: Nur etwa 200 Meter, also zehn Prozent. Eine Auswertung der elektronischen Bestände ergab einen Anteil von knapp 15 Prozent. Ein weiterer Vergleich zeigt ein ähnliches Ergebnis:  Laut einer Studie der Weltbank und der Beratungsfirma PwC, die den Umfang der Unternehmenssteuergesetze in verschiedenen Ländern verglichen hat, passen in Deutschland die Bestimmungen und Paragrafen auf 1700 Seiten – die Vereinigten Staaten dagegen brauchen 5100 Seiten, Japan gar 7200. Deutsche Unternehmen benötigen laut einer weiteren Studie deutlich weniger Zeit als ihre Konkurrenten in Nachbarländern, um zu ermitteln, wie viel Steuern sie zahlen müssen.

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Thema: Allgemein, Augenzwinkern | Kommentare deaktiviert | Autor: Angela Hamatschek

3, 2, 1 – Es war einmal…

Dienstag, 2. Juli 2013 7:53

3 Märchen, 2 Fabeln und 1 Legende –  hier kommt die Wahrheit ans Licht

Fabel Nr. 2

Der Prüfer-Wolf im Schafspelz – Betriebsprüfer machen Probeeinkäufe

Die armen Prüfer, wenn das wahr wäre. Und in vielen Branchen schlichtweg nicht durchführbar.

Die einzigen, die in den Genuss solcher Testkäufe kommen, sind Gastronomen, um die Kalkulation aus Ein- und Verkauf zu überprüfen.

Die Moral von der Geschichte: Es droht kaum Gefahr!

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Thema: Allgemein, Augenzwinkern, Firma | Kommentare deaktiviert | Autor: Angela Hamatschek